Inthronisierung 2015

Ein dreifaches "Good Bomb"!

Mehr als einmal erklang am Samstag, den 15. November 2014 der Schlachtruf der Florengäßner Brunnenzeche in der Bornlepp. Dort wurde, wie die Jahre zuvor, das neue Brunnenpaar inthronisiert. Die zahlreich erschienen Gäste konnten die Wehmut des noch amtierenden Brunnenpaares mitfühlen, als es soweit war, die Insignien abzugeben. Was für ein tolles Brunnenpaar „Astrid und Stefan vom fröhlichen Jagen" waren, zeigte der grandiose Applaus bei der Verabschiedung. Ein letztes Highlight ihrer Kampagne war die Abschiedsrede der beiden an diesem Abend. Zur Abspannmusik der ZDF-Hitparade - und sprachlich mindestens genauso flott wie Dieter Thomas Heck - bedankte sich Astrid bei allen Aktiven. Doch bevor das neue Brunnenpaar vorgestellt wurde, gab es noch ein kleines Programm, durch das Richard Thonius eloquent führte.

Vize-Bürgermeister Bernd Fricke begrüßte die Gäste und dankte drei Vereinsmitgliedern – Heike Trunk, Roland Kammel und Toni Martinez – für das vorbildliche Engagement und die Zuverlässigkeit. Begeisterung ernteten die Florengäßner Stoadtschisser (Susi Süssemilch, Klaus Möller, Martin Kessler und Bernd Fricke) für ihre schwungvollen Lieder und Bernd Weber gab einige Einblicke in sein Rentnerdasein – insbesondere berichtete er über das Verhältnis zu nervigen, jungen Nachbarn mit kleinen, lauten Kindern und der „neumodischen" Ausdrucksweise.

Die Spannung stieg, als Heiko Stolz mit der Moderation des Inthronsierungsspiels begann. In Anlehnung an das Spiel mit Robert Lemke „Was bin ich?" wurde unter dem Titel „Wer sind wir?" das Brunnenpaar gesucht. Im Rateteam waren die wesentlichen Gruppierungen des Vereins vertreten, das Biedermeier (Martin Kessler), das Gesinde (Kathi Süssemilch), die Garde (Toby Seifert) und der Charlie (Steffi Stolz). Anstatt in ein „Schweinderl" wurden für jede Nein-Frage die Taler in einen Zylinder geworfen und lt. der leicht modifizierten Regel gegenüber dem Original, schied jedes Kandidatenpaar, die als Schatten hinter einer Wand nur erahnt werden konnten, jeweils nach dem 3ten Nein aus. Langsam wurde es eng für das Rateteam, denn bereits drei Anwärterpaare blieben ungeraten. Die Fragen mussten geschickter und viel spezieller formuliert werden. Es reichte nicht mehr das Wissen um Vereinszugehörigkeit und Familienverhältnisse. Jetzt mussten Hobby und fastnachtliche Zusammenhänge erkundet werden. So erhielt plötzlich die Zahl 11 eine besondere Bedeutung und die Zuneigung zur Biedermeierzeit konnte auch im privaten Umfeld des letzten Kandidatenpaares identifiziert werden. Als endlich die entscheidende Frage „Seid ihr das Brunnenpaar 2015?" mit einem klaren JA beantwortet wurde, durchbrach die Wand und das neue Brunnenpaar „Andrea und Uli von den Elferspitzen" war inthronisiert. Sogar der Prinz von Fulda „Prinz Olaf Denticus LXXIV." ließ es sich nicht nehmen, dem Brunnenpaar zu gratulieren. Er kam pünktlich zur Inthronisierung mit seiner Mannschaft in die Bornlepp.

Für das vielbeschäftigte Ehepaar - Andrea ist Anwältin mit eigener Kanzlei in Fulda und Uli ist Professor an der Hochschule Fulda für Angewandte Mathematik, Kryptographie und IT-Sicherheit - steht in den nächsten Wochen der Nebenjob „Brunnenpaar" an erster Stelle. Dies ist rechtlich abgesichert und IT-technisch geprüft!

Die Vereinsmitglieder freuen sich gemeinsam mit ihrem neuen Brunnenpaar auf die närrische Zeit, insbesondere auf die vier Prunksitzungen am 10. Januar, 17. Januar, 23. Januar und 24. Januar 2015. Der Kartenvorverkauf hat begonnen

Fotos: Michael Lotz

"Foaset für Freeme"

Wie bereits in 2014 veranstaltete das Regionale Standortmarketing Fulda in Zusammenarbeit mit der Brunnenzeche auch in diesem Jahr wieder die sogenannte „Foaset für Freeme“ in unserer Bornlepp. Wer bislang noch keine Ahnung hatte, wie es in der Fuldaer Foaset zugeht, war hier genau richtig. Zum zweiten Mal wurde ein Einführungsseminar in die Fuldaer Fastnacht geboten. Die Bornlepp war bis auf den letzten Platz gefüllt. Neben den Gästen des Standortmarketings Fulda war auch der Rotary Club Rhön, in dem unser Brunnenpaar Uli und Andrea von den Elferspitzen Mitglied sind, eingeladen. Alle wollten etwas über „Föllsch Foll“ und die Foaset in unserer Heimatstadt erfahren.

 

Zunächst klärte Axel Elm die Gäste über die drei wichtigsten Dinge der Fuldaer Foaset „Motze“, „Kapp“ und „Orde“ auf. Uli Kammel referierte über die Brunnenzeche.  Weitere Einzelheiten bekamen die Gäste von der diesjährigen Prinzenmannschaft der FKG, allen voran Prinz Olaf Denticus, der 74. von Fulda sowie von Pascha Martin XCIX. „Hüter der türkischen Karawanen“ vom Türkenbund erklärt. Für die musikalische Unterhaltung sorgten unsere "Florengäßner Stoadtschisser".

Fotos: Michael Lotz

1. Prunksitzung 2015

Erste Prunksitzung der "Florengässner Brunnenzeche"

Man spürte sie schon im Foyer, die freudige Erwartung der Aktiven des Fuldaer Traditionsvereins "Florengäßner Brunnenzeche", die nach Monaten des Trainings, Schreibens oder Arrangieren nun endlich wieder ihr Können beweisen wollten. Und das taten sie dann auf der ersten und auch ausverkauften Fremdensitzung. In einem abwechslungsreichen Programm voller Esprit, gespickt mit Höchstleistungen aus den Bereichen Bütt und Tanz brachten die Aktiven den Saal zum Kochen.

 

Im Prolog bereitete Uli Kammel gemeinsam mit ihren „Narrenschülern“ die Gäste in Versen und in ihrer Lieblingsfigur, als Clown, auf die folgenden Stunden voller Stimmung, Frohsinn und Musik vor. Mit großer Mannschaft marschierte das Brunnenpaar „Andrea und Uli von den Elferspitzen“ in den närrischen Saal ein und sorgte mit seiner Antrittsrede schon dafür, dass der Funke der Begeisterung auch sofort zum Publikum überspringen konnte.

 

Die Kleinsten der Brunnenzeche, die Lollypops, konnten dann im ersten Programpunkt als Monster unter Leitung von Biggi Fricke und Steffi Stolz ihr Talent unter Beweis stellen. Zum ersten Mal als Protokoller lies dann Richard Thonius das große und kleine Weltgeschehen Revue passieren. Begeistert hat dann auch die Juniorentanzgarde, die wie die Senioren im zweiten Teil des Programmes einmal wieder bewiesen haben, dass, wenn es um Qualität und Perfektion geht, die Tanzgarden der Brunnenzeche eine erste Adresse in Fulda sind. Trainiert wird die Juniorengarde von Alexandra Darnieder-Jasching und Carmen Vasikonis, für die Seniorentanzgarde zeichnet sich Jennifer Weber verantwortlich.

 

Über ihre Erlebnisse auf der einen oder anderen Tupper-Party berichtete in gekonnter Weise Kathi Süssemilch, die seit vielen Jahren immer wieder auf der Bühne brilliert. Die Tanzweiber brachten in ihrer eigenen Art eine Interpretation vom „Schuh des Manitu“, einstudiert von Marius Wollscheidt. Das Männerballett unter Leitung von Babsi Martinez und Manuela Weber brachte bayrische Festzeltstimmung auf die Bühne und den Saal zum Brodeln.

 

Mit viel Stimmgewalt und Gitarre zeigten die "Florengässner Stoadtschisser" ihr Können. Klaus Möller, Martin Kessler, Susi Süssemilch und Bernd Fricke stellten dabei musikalisch Szenen auf einem Marktplatz aus der Biedermeierzeit nach.

 

Seit mehr als 40 Jahren immer dabei, setzte der Musikverein Niesig mit seiner Show „25 Jahre Mauerfall“ ein musikalisches Highlight, das auch aktuell zum Zeitgeschehen passte.  Wieder einmal mehr gelang es den Vollblutmusikern unter der Leitung von Rene Wilhelm gleich nach der Pause das Publikum von den Stühlen zu reißen.

In tollen Kostümen präsentierten die Schnurrbezel grandios ihren Showtanz „Andersartig pompös", so dass selbst Harald Glöckler vor Neid erblassen würde. Der Hausmeister (Marko Ortenzi) kam dann, um auf der Bühne erst einmal für Ordnung zu sorgen, bevor die Hei Höbber Als „Verrückte Alte“ unter Leitung von Babsi Martinez gekonnt das Publikum begeisterten. Um dem Hobby des Brunnenpaares zu frönen, hatte sich Bernd Weber auf den Weg gemacht und berichtete von seinen Erlebnissen als Bergsteiger. Dies tat er in seiner weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannten Art.

 

Doch einer darf nicht vergessen werden: In seiner unnachahmlichen Art führte Oma Fina alias Michael Vogel mit Bravour und schier unglaublich spontanem Wortwitz durch das Programm und war einmal mehr Garant für einen kurzweiligen Abend. Lauthals sangen daher alle mit, als Oma Fine im Finale anstimmte: „So ein Tag, so wunderschön wie heute …“

 

Ein großes Kompliment an dieser Stelle auch an alle Aktiven hinter der Bühne, der Regie und der Beleuchtung, die für einen reibungslosen Ablauf des Programms sorgten.

Fotos: Michael Lotz

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